Mit Projektmanagement Ziele erreichen: So hilft Projektmanagement-Software beim Abnehmen

Veröffentlicht am 24.1.2019 von Ines Bahr und Rachel Burger

Es ist Januar.

Es schneit.

Zeit für gute Vorsätze.

Vorsätze, soweit das Auge reicht: mehr Geselligkeit, weniger Stress, mehr Sparsamkeit, weniger Medienkonsum.

Und immer wieder: mehr Bewegung, weniger Gewicht auf der Waage.

Tatsächlich verzeichnen Fitnessstudios jedes Jahr im Januar Rekordabschlüsse.

Aber damit ist der Abnehmerfolg noch lange nicht garantiert.

Unser Tipp für sicheres Abnehmen kommt ohne pseudo-geheime Superworkouts, trendige (und wirkungslose) Diäten oder Nahrungsergänzungsmittel aus: Wir setzen auf Projektmanagement-Software.

Projektmanagement Ziele Abnehmen

Es gibt dutzende (oft auch kostenlose) Projektmanagement-Lösungen, die sich dafür anbieten, aber schauen wir uns erst mal an, wie das eigentlich funktioniert.

Im Folgenden haben wir 5 Wege zusammengetragen, wie Projektmanagement-Software beim Abnehmen helfen kann.

1. Auch das Abnehmen ist ein Projekt

Nur eben kein berufliches. Das Project Management Institute definiert ein Projekt als „eine zeitlich begrenzte Bemühung, um ein einzigartiges Produkt, eine Dienstleistung oder ein Ergebnis zu erschaffen bzw. zu erreichen. Ein Projekt ist insofern zeitlich begrenzt, als dass es einen vorgegebenen Anfangs- und Endpunkt hat. Somit muss es einen vorgegebenen Umfang einhalten und mit vorgegebenen Ressourcen auskommen.“

Das lässt sich durchaus auf das Abnehmen übertragen:

  • Es gibt einen klares Startdatum und einen klaren Endpunkt
  • Es ist zeitlich begrenzt
  • Es hat ein klar umrissenes Ziel
  • Es stehen begrenzt Ressourcen zur Verfügung

Mit anderen Worten: Projektmanagement-Software wurde tatsächlich dafür gemacht, Projekte wie „Ich will abnehmen“ zu erleichtern. Das alles stimmt durchaus auch auf der Ebene der Zwischen- und Einzelziele:

  • Projekte haben bestimmte, unumstößliche Reihenfolgen. Dasselbe gilt für Ziele beim Gewichtheben, ich muss erst 25 kg stemmen können, bevor ich mich sinnvoll den 50 kg zuwenden kann.
  • Wenn ich täglich ein Wundermittelchen einwerfe, ist das also kein Projekt. Das ist eine täglich wiederkehrende Aufgabe.
  • Wer abnehmen will, hat nicht unbegrenzt Mittel zur Verfügung. Auch wenn das häufig nicht so klar gesagt wird: Auch eine Diät ist einem Budget unterworfen.

2. Auch Fitness-Websites verwenden Prinzipien aus dem Projektmanagement

Eigentlich ist es egal, ob man sich auf einer der zahllosen Fitnessseiten umschaut oder selber mit Excel hantiert: Irgendwo im Hintergrund liegt ein Gantt-Diagramm.

Schauen wir uns das näher an. So sieht ein Gantt-Diagramm aus:

Projektmanagement Ziele Abnehmen Gantt-Diagramm

Und so sieht deine geplante Gewichtsentwicklung aus:

Projektmanagement Ziele Abnehmkurve

Da gibt es doch eindeutig Parallelen.

Der hauptsächliche Unterschied liegt darin, dass sich die einzelnen Aufgaben beim Abnehmen viel stärker wiederholen. 2 Kilo abnehmen: Erledigt. 4 Kilo abnehmen: Erledigt. 6 Kilo. 8. Fertig. (Oder eben auch nicht, je nach selbstgestecktem Ziel.)

Auch andere Merkmale des Projektmanagements sind gegeben. Zu den täglichen Aufgaben gehören Kalorienzählen und Sport (oder mindestens Bewegung), Informationen zu Nährstoffbilanzen halten einen bei der Stange, Kooperationsmöglichkeiten motivieren zusätzlich. Gelegentlich kann man sogar einen „Gefällt-mir“-Daumen vergeben oder einen Status bzw. Beitrag kommentieren – diese Features sind im Projektmanagement Gang und Gäbe. Im Projektmanagement geht es ums Teambuilding, beim Abnehmen darum, gemeinsam ein Ziel zu erreichen.

3. Bestehende Wellness-Apps helfen dir nicht beim Abnehmen

Es gibt Apps, um die eigenen Gewohnheiten nachzuverfolgen. Die sind prima geeignet, um das Gewicht zu halten, aber nicht zum Abnehmen.

Warum das so ist?

Weil sie das Abnehmen eben nicht als Projekt betrachten.

Ziele sind im Projektmanagement zentral: Sobald es kein klar definiertes Ziel mehr gibt, reden wir nicht mehr von einem Projekt. Ohne klares Ziel geht es um einen (Geschäfts-)Prozess. Und Prozesse sind genau wie tägliche Gewohnheiten eine öde Angelegenheit. Außerdem bringen sie keine neuen Ergebnisse (dazu sind sie ja auch nicht da): Sie sichern den Status quo.

Ob das bei einer App zum Abnehmen besser ist?

Tatsächlich nicht.

Und das ist bewiesen:

Eine Studie des American Journal of Preventive Medicine hat gezeigt, dass die häufigsten Funktionalitäten von Smartphone-Apps Abnehmenden gar nicht helfen (81 %). Das wird unterstützt von einer Studie von Public Health and Nutrition, die belegt, dass App-Nutzer im Laufe eines Jahres ihren Bauchumfang um gerade mal 3–6 cm reduzieren. Und Leute, die ohne App abnehmen? 2–4 cm, also kein großer Unterschied.

Also bringen Apps zum Abnehmen nicht sehr viel und wir sollten etwas Neues ausprobieren.

4. Mobile Lösungen sind dein Freund

Projektmanagement Ziele App zum Abnehmen

Wer beim Gedanken an Projektmanagement-Software fürchtet, jetzt vor jedem Workout immer extra den PC anschalten zu müssen, kann beruhigt sein: Das funktioniert mit mobilen Apps genauso – und sogar noch besser.

Zwar trägt eine App zum Abnehmen nur begrenzt dazu bei, dass ihre Nutzer auch tatsächlich abnehmen, aber ein bisschen eben doch: Drei Zentimeter weniger sind drei Zentimeter weniger.

Interessanterweise hängt der Erfolg einer Diät sehr wohl davon ab, ob er mobil beobachtet werden kann.

Forscher der UC San Diego und von Stanford haben in Mobile Networks and Applications eine Studie veröffentlicht, derzufolge Diät-Apps im Vergleich mit anderen Systemen am besten abschneiden. Der Grund für diesen Erfolg liegt daran, dass sie ihre Nutzer mit Benachrichtigungen bei der Stange halten.

Am besten haben sich übrigens 3 Benachrichtigungen am Tag bewährt, danach wird es nervig.

Auch viele Projektmanagement- und Aufgabenverwaltungslösungen sind mobil verfügbar. Apps und mobilverfügbare Webseiten sorgen dafür, dass du deinen Diätplan immer in der Tasche haben kannst.

5. Es gibt Anleitungen, wie man Projektmanagement-Software am besten zum Abnehmen einsetzt

Du weißt nicht recht, wie du das Projekt Abnehmen jetzt angehen sollst? Keine Sorge, auch das haben wir für dich vorbereitet.

Am Anfang steht am besten ein Kanban-Board. Hierfür eignen sich zum Beispiel MeisterTask, Trello und Kanbanchi.

Raphaela Brandner ist Marketing-Managerin bei MeisterTask und meint:

„Mit MeisterTask kannst du ganz wunderbar Diät- und Trainingspläne erstellen. Lege dir ein Projekt-Board an und bilde deine gesamte Woche ab. Dabei nutzt du am besten die Spalten für die Wochentage und Aufgaben für die einzelnen Mahlzeiten und Sporteinheiten.

Eine Aufgabe abzuhaken ist in sich eine Art kleine Belohnung. Jedes Mal, wenn du nach einem Lauf oder einer gesunden Mahlzeit auf den „Erledigt“-Button tippst, fühlst du dich doppelt gut, weil du dein Ziel erreicht hast.

Natürlich kannst du in den Aufgaben von Meistertask auch Links, Bilder, Checklisten und ganze Rezepte hinterlegen. Außerdem kannst du Fälligkeiten festlegen und sogar im Auge behalten, wie lange du für die Erledigung einer Aufgabe brauchst.“

Projektmanagement Ziele Abnehmen mit MeisterTask

Kanban-Boards liegen dir nicht? Dann nimm ein Projektmanagement-Tool wie Wrike oder Asana oder versuch es stattdessen mit einem Aufgabenverwaltungssystem wie Centrallo.

In all diesen Apps lassen sich Kalender erstellen, mit denen du Sporteinheiten, Mahlzeiten und tägliche Aufgaben erfassen kannst. Und hinterher zufrieden abhaken. Aber denk daran: Du solltest ein Enddatum setzen. Sonst erstellst du dir anstelle eines Abnehm-Projektmanagementsystems eine Gewohnheitslösung.

Projektmanagement Ziele Abnehmen mit Centrallo

Schauen wir uns Centrallo einmal näher an. Mit der App ist es ein Kinderspiel, ein wöchentliches Ziel für den Gewichtsverlust festzulegen und dazugehörende Aufgaben zu erstellen. Michael Sher, Mitbegründer von Centrallo, listet auf:

  • Du kannst dir Trainings-Checklisten erstellen und so festhalten, welche Einheit an welchem Tag auf dem Plan steht.
  • Du kannst dir notieren, was du isst.
  • Du kannst Fotos und Videos aufnehmen und natürlich auch speichern. (Mach das regelmäßig, um deinen Erfolg im Blick zu behalten!)
  • Notiere dir jede Woche dein aktuelles Gewicht, um deinen Fortschritt überwachen zu können.
  • Speichere gesunde Rezepte direkt in der App.
  • Wenn deine Freunde auch abnehmen wollen und ihr alle die App habt, könnt ihr hilfreiche Links miteinander teilen.

Ein weiteres gutes Beispiel ist von Techrepublic, die ein solides System entworfen haben, um mit Asana abzunehmen:

„Hinter jedem gesteckten Ziel verbergen sich konkrete Aufgaben, die zur Erreichung dieses Zieles erfüllt werden müssen. Deshalb ist es nicht empfehlenswert, wenig umsetzbare Aufgaben wie „mehr Bewegung“ oder „gesünder essen“ anzulegen. Durch das Festschreiben bestimmter Aufgaben wie zum Beispiel „zum Taekwondo anmelden“ oder „4 × wöchentlich Mittag von zuhause mitbringen“ erstellst du einen Plan, wie du dieses Ziel auch erreichen kannst.

Mit Asana lassen sich wunderbar Prioritäten festlegen, mit denen du klarstellen kannst, wie dringend eine Aufgabe ist und ob du sofort oder später daran arbeiten möchtest. Such dir jeden Tag die entsprechenden Aufgaben aus und weise ihnen die passende Priorität zu. Asana filtert die Aufgaben dann automatisch so, dass die für heute wichtigsten Aufgaben oben in der Liste stehen …

Wenn es um das Planen und Erreichen von Aufgaben geht, ist Asanas größter Vorteil, dass sich persönliche und berufliche To-do-Listen kinderleicht zu einer zusammenführen lassen.“

Ganz gleich, wofür du dich entscheidest, du wirst am Anfang eines jeden Monats etwas mehr Aufwand betreiben müssen, um sicherzustellen, dass deine kurzfristigen Ziele mit deinen langfristigen Diät-Zielen in Übereinklang sind. Das ist aber ganz einfach Teil eines guten Projekt- und damit auch Abnehmmanagements.

Letzten Endes ist es ein Zeichen dafür, dass du mehr Kontrolle über dein Gewicht, deine Fitness und dein Wohlbefinden hast.

Du willst versuchen,  mit einem Projektmanagement-Tool deine Ziele beim Abnehmen zu erreichen?

Prima! Wir wünschen dir viel Erfolg.

Lass uns wissen, wie du damit klargekommen bist. Hat es gut funktioniert? Nicht so gut? Findest du eine App besonders gut, um mithilfe von Projektmanagement Ziele zu erreichen? Oder besonders schlecht? Hast du noch andere Techniken aus dem Projektmanagement angewendet, die wir hier nicht bedacht haben? Erzähl es in den Kommentaren!

Du suchst noch nach Projektmanagement-Software? Wirf einen Blick auf Capterras Liste der besten Projektmanagement-Software!

 

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