Die vier am häufigsten rezensierten Passwort Management Tools für IT-Teams

Veröffentlicht am 5.4.2018 von Ines Bahr

Neulich haben wir darüber gesprochen, wie Hillary Clintons Wahlkampfmanager John Podesta mit einer Passwortverwaltung-Software hätte verhindern können, dass seine privaten E-Mails von Hackern veröffentlicht wurden.

Diese Woche stelle ich vier Passwort Management Tools vor, mit denen du deine Daten besser schützen kannst.

Passwort Management Software

Welche Passwortverwaltung sollte ich verwenden?

1. LastPass

Passwort Management LastPass

Übersicht

Jason Fitzpatrick von How-To Geek erklärt die Beliebtheit von LastPass damit, dass das Programm ganz leicht zu verwenden ist, auch in der kostenlosen Version sehr viele Funktionen bietet und neben iOS und Android auch Windows Phone- und BlackBerry-Geräte unterstützt.

„Dank der hervorragenden Browser-Integration und der großartigen mobilen Apps bietet LastPass eine gute Passwortverwaltung, ohne den Endbenutzer zu behindern“, schreibt Fitzpatrick.

Während Dashlane „sicherlich die beste Benutzeroberfläche bietet, und das schon seit Jahren“, kommentiert Fitzpatrick, ist LastPass seit seinem letzten Update ein echter Konkurrent für Dashlane.

Die Synchronisierung deiner Kennwörter zwischen deinem Smartphone und deinem Desktop-PC kostet dich nur einen US-Dollar im Monat. LastPass ist auf Deutsch verfügbar.

Besondere Eigenschaften

LastPass bietet nicht nur eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, sondern auch Optionen für die Einrichtung ganz nach deinen Wünschen. Bei der Methode für die Zwei-Faktor-Authentifizierung hat du die Wahl zwischen Google Authenticator, einem USB-Stick und einem YubiKey.

Außerdem bietet LastPass Tools zum automatischen Ausfüllen von Formularen und Unterstützung beim Online-Shopping.

Rezensionen

Das schwierige Thema ist, dass LastPass 2015 gehackt wurde. Ich weiß nicht, wie gut die Sicherheitsmaßnahmen von LastPass im Vergleich mit denen anderer Anbieter sind. Ich möchte jedoch sagen, dass ein großer Benutzerstamm eine Belastung für die Sicherheit darstellt. Je mehr Benutzer ein Unternehmen hat, umso attraktiver ist es für Hacker. Also wenden Hacker hier mehr Zeit und Mühe auf.

2. Dashlane

Passwort Management Dashlane

Übersicht

Eine der besten Eigenschaften von Dashlane ist die anwenderfreundliche Benutzeroberfläche. Und wie du weißt: Je leichter ein Tool zu verwenden ist, umso wahrscheinlicher wird es auch wirklich verwendet.

Lifehacker hat seine Leser gebeten, die Passwortverwaltungen zu nominieren, die ihnen am besten gefallen. Im Nominierungs-Thread für Dashlane lobten laut Lifehacker-Autor Alan Henry viele Anwender das Tool dafür, dass es die Verwaltung von Kennwörtern „einfach und mühelos macht – fast eine angenehme Aufgabe, auf die man wirklich Lust hat.“

„Dashlane ist wahrscheinlich die Passwortverwaltung mit der ausgefeiltesten Benutzeroberfläche“, schreibt Chris Hoffman von How-To Geek.

Auf WIRED bezeichnet April Glaser das Design von Dashlane als „clever und einfach zu verwenden“.

Der zweite große Vorteil von Dashlane liegt darin, dass es völlig kostenlos ist, wenn deine Mitarbeiter es nur auf ihren Arbeitscomputern für ihre arbeitsbezogenen Accounts verwenden. Wenn sie auf mehreren Geräten arbeiten, benötigst du jedoch ein Upgrade. Dies kostet nur 39,99 US-Dollar pro Jahr und Benutzer. Das ist nicht sehr viel Geld für hohe Sicherheit. Wenn du 30 oder mehr Mitarbeiter hast, sieh dir Dashlane Business an. Dashlane ist auf Deutsch verfügbar.

Besondere Eigenschaften

Der große Vorteil von Dashlane (neben dem Preis) besteht darin, dass du anders als bei LastPass die Wahl hast, deine Kennwörter online oder offline zu speichern. Standardmäßig wird die sicherere Offline-Option verwendet, aber du kannst dich auch für die Online-Speicherung entscheiden.

„Wenn du die Benutzerfreundlichkeit von LastPass möchtest, aber dir der Offline-Ansatz von KeePass gefällt, ist Dashlane ein hervorragender Kompromiss, mit dem du mit lokalen Kennwörtern beginnen und auf Wunsch ganz leicht auf eine vollständig synchronisierte Online-Variante umsteigen kannst“, schreibt Fitzpatrick.

Ein Sicherheits-Dashboard analysiert deine Kennwörter, und du kannst es so einrichten, dass es sie automatisch regelmäßig ändert. Wenn du dich dafür entscheidest, deine Passwörter über die Cloud zu synchronisieren, werden sie mit AES verschlüsselt.

Außerdem kannst du mit dem Cyberwallet-Service von Dashlane leicht deine Quittungen erfassen und speichern, um dein Budget zu planen und Aufstellungen deiner Ausgaben anzusehen.

Um deine Daten mit deinem Smartphone und anderen Computern über Cloud-Speicher zu synchronisieren, brauchst du Dashlane Premium für 39,99 $ pro Jahr.

Rezensionen

Capterra-Rezensentin und Netzwerk-Administratorin Micah DeVries verwendet Dashlane seit Jahren. „Ich bin überwältigt davon, wie benutzerfreundlich, sicher und funktionsreich das Tool ist.“ James Parkinson ist begeistert davon, dass er mit Dashlane komplexe Kennwörter verwenden und sie häufig ändern kann. „Ich muss mir nie Zahlen merken und niemals etwas auf Papier notieren, was sehr gefährlich wäre. Der Nutzen von Dashlane ist, dass das Tool einfach, sicher und bequem ist und auf allen Geräten verwendet werden kann.“ Der einzige Nachteil, den er sieht, ist, „dass das Erlernen der Verwendung einige Zeit dauert.“

3. KeePass

Passwort Management KeePass

Übersicht

Das Besondere an KeePass ist ganz einfach: Deine Kennwörter werden nicht in der Cloud gespeichert. Außerdem ist KeePass ein Open-Source-Tool, das ganz leicht erweitert werden kann. Wenn du ein Tüftler bist und das Risiko der Cloud-Speicherung vermeiden möchtest, ist KeePass das Richtige für dich. KeePass ist auf Deutsch verfügbar.

Besondere Eigenschaften

KeePass ist die wahrscheinlich sicherste Option in dieser Liste, sofern du die Cloud nicht verwendest. Du kannst deine Kennwörter in die Formate TXT, HTML, XML und CSV exportieren.

Rezensionen

Die Kehrseite dieser zusätzlichen Sicherheit und Anpassbarkeit sind einige Abstriche bei der Benutzerfreundlichkeit. „KeePass kann man nicht einfach mit ein paar Klicks einrichten und fertig“, warnt Fitzpatrick. Ein weiteres Beispiel: KeePass-Benutzer müssen ihre Kennwörter manuell zwischen ihren Geräten synchronisieren. Du kannst mit Dropbox tricksen, um das zu automatisieren, aber dann sind deine Kennwörter in der Cloud gespeichert – und das ist genau das, was du mithilfe von KeePass vermeiden wolltest.

KeePass „ist nicht allzu leicht zu verwenden“, schreibt Glaser. „Die Benutzeroberfläche ist einfach nicht so sehr optimiert wie die der kommerziellen Alternativen.“

KeePass ist wahrscheinlich nicht die beste Wahl für eine unternehmensweite Passwortverwaltung, da kaum eine hohe Benutzerakzeptanz zu erwarten ist.

4. Clearlogin

Passwort Management Clearlogin

Übersicht

Clearlogin ist eine hervorragende Lösung für Unternehmen.

Die Cloud-basierte Software bietet Integrationen in Hunderte von Apps und unterstützt außerdem individuelle Integrationen. IT-Teams können den Zugriff für Gruppen oder Einzelpersonen leicht im Dashboard gewähren und widerrufen. Die erstellten Berichte sind detailliert genug, um dir zu zeigen, wer versucht hat, sich mit welchen Geräten bei welchen Apps anzumelden, und ob dies erfolgreich war. Außerdem werden alle Kennwortänderungen erfasst.

Besondere Eigenschaften

Zu den Vorteilen von Clearlogin gehören Optionen für die Zwei-Faktor-Authentifizierung und eine einfache Preisgestaltung. Unternehmen zahlen pro Jahr und Benutzer 8 US-Dollar und Bildungseinrichtungen 1,50 $.

Rezensionen

IT-Manager Breanden Duval schreibt, dass Clearlogin „uns definitiv hilft, die Zugriffe unserer Mitarbeiter zu verwalten. Das spart uns jede Woche eine Menge Zeit. Auch die Berichte gefallen mir sehr gut. Ich kann alle Angehörigen unseres Campus anhand ihrer IPs auf die Whitelist setzen und alle Spam-IPs auf die Blacklist, und das sehr schnell.“

IT-Administrator Marc McPherson wollte sicherstellen, dass nur einige der über 50 Personen in seinem Non-Profit von außerhalb des Büros auf bestimmte Cloud-basierte Apps zugreifen konnten. McPherson schreibt, dass dies mit den integrierten Zugriffsregeln von Clearlogin, die auf einer Filterung von IP-Adressen basieren, „kinderleicht“ ist. Außerdem „ist es sehr praktisch, dass Clearlogin eine SSO-Lösung ist. Dies gefällt uns, da es unseren Mitarbeitern ermöglicht, produktiver zu arbeiten, ohne über die Passwortverwaltung nachdenken zu müssen.“

McPherson beschreibt die Einrichtung als „blitzschnell“ und „extrem einfach“.

Das einzige Problem war, dass in Clearlogin einige Anwendungen fehlten, die McPhersons Team verwendet. Diese konnten jedoch innerhalb weniger Tage zum Dashboard hinzugefügt werden.

Schlussbemerkungen

Wenn dir robuste Funktionen und Dokumentation wichtig sind, nimm LastPass. Dashlane ist am besten, wenn du eine clevere, einfach zu erlernende und einfach zu verwendende Benutzeroberfläche suchst. Wenn deine Daten unbedingt sicher sein müssen: KeePass ist am schwersten zu knacken. Und Clearlogin bietet dem Administrator am meisten Kontrolle über das Team.

Welche weiteren Passwort Management Tools hätte ich in diesen Beitrag aufnehmen sollen? Bitte schreib deine Antwort in die Kommentare!

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