Was ist eine Mindmap? Die richtige Technik für effektives Brainstorming

Veröffentlicht am 19.8.2021 von Amanda Kennedy und Ines Bahr

Mindmapping ist eine große Hilfe beim Brainstorming für neue Geschäftsideen oder kreative Projekte. Doch was ist eine Mindmap genau und wie setzt man sie erfolgreich ein?

Was ist eine Mindmap

Fällt es dir und deinem Team manchmal schwer, auf neue Ideen zu kommen und gewohnte Denkmuster zu verlassen? Dann ist Mindmapping vielleicht genau die richtige Technik für euch, egal ob ihr gerade euer Geschäftsmodell neu ausrichtet, das kontaktlose Kundenerlebnis verbessern wollt oder neue Einnahmequellen in der zunehmend digitalen Wirtschaft erschließen möchtet.

Viele Geschäftsinhaber können gerade in der Krise von einem Kreativitätsschub profitieren. In unseren Umfrageergebnissen wird sichtbar, dass viele Unternehmen die Krise nutzen, um die Digitalisierung voranzutreiben und neue digitale Vertriebskanäle aufzubauen. Stolze 59 % aller kleinen und mittelständischen Unternehmen haben ihr Geschäftsangebot entweder vollständig (16 %) oder teilweise (43 %) angepasst, damit es jetzt virtuell bereitsteht.

Mindmapping kann hierfür genau die richtige Technik sein. Es hilft Teams, kreativ zu werden und um die Ecke zu denken, und mit Mindmapping-Software für Teams geht es problemlos auch dann, wenn alle im Homeoffice sitzen. In diesem Artikel beantworten wir die Fragen: Was ist eine Mindmap, wie können kleine Unternehmen sie nutzen und was bringt Mindmapping-Software?

Mindmap – was ist das?

Eine Mindmap ist ein Brainstorming-Tool, das die Zusammenhänge zwischen Ideen visualisiert. Zentrale Ideen werden als Knoten dargestellt, von denen damit zusammenhängende Ideen als Linien abzweigen.

Mindmaps wurden in den 1970ern durch Tony Buzan bekannt, der auch die folgenden Regeln für das Mindmapping aufstellte:

  • Lege eine zentrale Idee fest, beispielsweise ein Bild, Thema oder Wort
  • Schreibe eine Hauptidee auf jede Abzweigung
  • Schreibe Unterthemen auf eigene Unterabzweigungen
  • Nutze Hervorhebungen und zeige Verbindungen auf
  • Nutze drei oder mehr Farben
  • Nutze ein Schlüsselwort oder Bild pro Linie
  • Schreibe alle Wörter klar und deutlich in Groß- oder Kleinbuchstaben
  • Lass Platz für unerwartete Themen oder neue Gedanken
  • Lass deine Gedanken schweifen
  • Entwickle einen eigenen persönlichen Mindmapping-Stil

Wie erstellt man eine Mindmap?

Mindmaps können nach diesen Regeln ganz unkompliziert und ohne weitere Vorbereitung mit Papier und Stift oder auf einem Whiteboard erstellt werden, aber natürlich ebenso mit Softwaretools. Beim Schreiben dieses Artikels bin ich kreativ geworden und habe eine Mindmap für den Artikel erstellt – und zwar mit Papier und Stift und Software.

Beispiel für eine Mindmap
Beispiel für eine Mindmap (Quelle)

Anfangs fand ich es reizvoll, einfach einen Stift zu nehmen und in meinem Notizbuch draufloszuschreiben. Aber sobald ich meine Mindmap online in ein Mindmapping-Tool übertrug, merkte ich, welche Vorteile Software gegenüber Stift und Papier hat.

Mindmapping-Software macht es leicht, Elemente zu verschieben und Fehler zu korrigieren. Außerdem können die digitalen Mindmaps unkompliziert per Link mit anderen Teammitgliedern geteilt werden. Viele Tools bieten Vorlagen, sodass du nicht bei Null anfangen musst und aus vorgegebenen Designs wählen kannst.

Welche Vorteile bringt Mindmapping kleinen Unternehmen?

Mindmaps sind ein vielseitiges Werkzeug für kleine Unternehmen und können in den unterschiedlichsten Situationen eingesetzt werden.

  • Mindmaps sind ideal für kleine Teams. Brainstorming sollte in kleinen Gruppen erfolgen – laut Fast Company mit nur so vielen Personen, dass das Team sich eine Pizza teilen kann. Kleine Unternehmen arbeiten bereits in kleineren Teams und haben somit die perfekten Voraussetzungen für ein kreatives Brainstorming.
  • Mindmaps sind ideal für Recherchen zur Konkurrenz. Kleine Unternehmen sehen sich häufig einem hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Mit Mindmaps können sie visuell darstellen, wer mit ihnen konkurriert und welche Alleinstellungsmerkmale von der Konkurrenz sie in ihr eigenes Produkt- oder Dienstleistungsangebot aufnehmen könnten.
  • Mindmaps bieten eine klare Übersicht über Rollenverteilungen. Teammitglieder in kleinen Unternehmen sind oft für viele verschiedene Aufgaben zuständig. Mit Mindmaps können Rollen und Verantwortlichkeiten klarer definiert und abgegrenzt werden, um Prioritäten zu setzen und sich auf das zu konzentrieren, was einen wirklichen geschäftlichen Mehrwert bringt.
  • Mindmaps unterstützen Gedächtnis und Lernprozesse. Sie helfen beim Planen zukunftssicherer Prozesse. Innovations- und lösungsorientiertes Arbeiten ist in kleinen Unternehmen unverzichtbar, besonders wenn Angestellte mehrere Rollen übernehmen oder in kleinen Teams mit vielen Verantwortlichkeiten arbeiten. Durch ihren visuellen Charakter sind Mindmaps besonders einprägsam. Besonders bei der Projektnachbereitung kann das nützlich sein: Mindmaps helfen allen Teammitgliedern, aus vergangenen Fehlern zu lernen und Erkenntnisse auf künftige Probleme anzuwenden.
  • Mindmaps fördern neuartige und ungewöhnliche Lösungen, die das Geschäft voranbringen. Kleine Unternehmen sind oft besonders anfällig für wirtschaftliche Schwankungen, wie wir sie während der COVID-19-Pandemie erlebt haben. Umso wichtiger ist es, schnell auf sie zu reagieren. Mindmaps mit Bildern, Symbolen und anderen visuellen Elementen helfen dabei, über den Tellerrand zu schauen und auf Ideen zu kommen, die bei einem rein textbasierten Brainstorming vielleicht nicht entstanden wären.

Weiter Visualisierungstools: Wie unterscheidet sich Mindmapping von anderen Visualisierungstechniken?

Concept Maps: Concept Maps können komplexer sein als Mindmaps. Sie visualisieren die Beziehungen zwischen den Komponenten eines bestimmten Konzepts, statt wie eine Mindmap die freie Assoziation von Ideen zu fördern: Eine Concept Map könnte beispielsweise die Wissenschaft hinter der Zubereitung eines Gerichts erklären, während mit einer Mindmap Ideen für vegane Backrezepte gesammelt werden.

Spinnendiagramm: Ein Mindmap ist eine Art Spinnendiagramm, bei dem die Unterideen wie die Beine einer Spinne von dem Hauptgedanken abgezweigt werden.

Mit Mindmaps die Kraft des kreativen Denkens nutzen

Mindmaps haben das Potenzial, Kreativität freizusetzen und neue Zusammenhänge zwischen Ideen aufzuzeigen. Oft genug wird unterschätzt, welchen Mehrwert kreatives Denken einem Unternehmen bieten kann. Doch besonders in den schwierigen Zeiten während der Pandemie hat sich gezeigt, dass die Unternehmen mit der größten Wahrscheinlichkeit erfolgreich bleiben, die sich flexibel an die neue Lage anpassen, auf digitale Lösungen setzen und ihr Geschäft neu ausrichten.

Die Zahl der Menschen, die im Homeoffice arbeiten, wächst weiter – und entsprechend auch die Bedeutung von Mindmapping-Software und anderen Tools zur kreativen virtuellen Zusammenarbeit. 2019 reichte ein Whiteboard für das Brainstorming im Teammeeting noch aus, doch heute müssen wir uns auf immer digitalere Arbeitsumgebungen einstellen. Mindmapping-Software hilft, Ideen schnell und übersichtlich mit dem Team zu teilen. Anders als auf Papier oder dem Whiteboard können die Mindmaps dabei ganz einfach erweitert, dupliziert, kommentiert und gleichzeitig gemeinsam bearbeitet werden.

Wie geht es weiter? Wirf einen Blick auf unser Mindmapping Software Verzeichnis, um das passende Tool zu finden.

*Methodik der Studie:

Capterra führte diese Online-Umfrage zwischen Ende März und Anfang April 2020 unter 528 voll- oder teilzeitbeschäftigten Deutschen aus verschiedenen Branchen kleiner und mittelständischer Unternehmen (2 bis 250 Mitarbeiter) durch, die wegen der Krise von zu Hause aus arbeiten. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Umfrage, aber nicht notwendigerweise für die deutsche Bevölkerung als Ganzes.

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Über den Autor oder die Autorin

Senior Content Analyst für Capterra und GetApp. Spezialisiert auf Studien und Digitalisierungs-Tipps für KMU. Masterstudium in Medien und Kommunikation, lebt im sonnigen Barcelona.

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