Schritt für Schritt ein Webinar erstellen: Entdecke 4 großartige Webinar-Tools

Veröffentlicht am 8.5.2020 von Ines Bahr und Quirine Storm van Leeuwen

Schritt für Schritt ein Webinar erstellen

Während der Corona-Krise bleibt ganz Deutschland viel mehr zuhause. Jeder arbeitet so viel wie möglich online und zahlreiche Geschäfte und Unternehmen sind vorübergehend geschlossen. Gerade jetzt ist es wichtig, den Kontakt zu Kunden aufrechtzuerhalten. Das geht sogar auf originelle Weise: Ein Webinar erstellen. In einem Webinar hast du direkten Kontakt mit deinem Publikum, als wärst du persönlich anwesend. Gut zu wissen: Auch dem unerfahrenen Webcaster wird der Start von Webinaren mit der Webinar-Software ein großes Stück erleichtert.

Schritt für Schritt ein Webinar erstellen: mit 4 großartigen Webinar-Tools

Webinar? Was genau ist das und was kann ich damit anfangen?

Ein Webinar ist dein eigenes interaktives Online-TV-Programm: ein Seminar im Internet. Immer mehr Unternehmen entdecken das Webinar für sich und nutzen es. Du kannst deine Kunden interaktiv mit einbeziehen, was die Produkte und / oder Dienstleistungen deines Unternehmens betrifft. Und dafür braucht der Kunde nicht einmal sein Zuhause zu verlassen, ebenso wenig wie du selbst. Womit wir gleich auch beim großen Vorteil von Webinaren wären!

So werden Webinare eingesetzt

Im Großen und Ganzen gibt es drei Bereiche, für die du ein Webinar verwenden kannst:

1. Externe Kommunikation, zum Beispiel über ein Fernsehprogramm, in dem Kunden, Experten und Behörden befragt werden. Das Webinar ist außerdem ein klasse Marketinginstrument, um beispielsweise bestehenden oder potenziellen Kunden auf bereits entwickelte oder neue Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen und die Kundenbindung zu verbessern.

2. Schulungen und Kurse: von eigenen Mitarbeitern sowie von Kunden oder Studenten. Ein Beispiel wäre die Benutzer- oder Wartungsschulung der Geräte, die der Kunde gekauft hat oder kaufen möchte. Oder ein Webinar, wie man sein Personal in schwierigen Zeiten motiviert.

3. Interne Kommunikation, zum Beispiel für Meetings oder als unterstützende Anleitung für die neue Software, die verwendet werden soll. Webinare sind vor allem auch extra nützlich, wenn ein Unternehmen Niederlassungen an mehreren Standorten hat.

Vorteile eines Webinars

Einer der größten Vorteile ist der direkte Kontakt zur Zielgruppe: Du kommunizierst von Person zu Person. Die Teilnehmer haben über eine Chatfunktion direkten Kontakt miteinander sowie mit dem Moderator / der Moderatorin. Fast alle Plattformen bieten die Möglichkeit, während der Session eine kleine Umfrage durchzuführen. Auf diese Weise bindest du die Teilnehmer immer wieder aktiv in die Präsentation ein. Begeisterte Teilnehmer können mit einem eingebetteten Link direkt zu deiner Conversion-Seite geführt werden, um sich beispielsweise zu registrieren. Aber das ist noch nicht alles:

  • Du kannst die Session aufzeichnen lassen und anschließend für Dritte bereitstellen. Das Webinar kannst du beispielsweise auch über soziale Medien teilen.
  • Durch das Webinar werden automatisch statistische Informationen erfasst, die du nutzen kannst: Auf diese Weise lernst du deine Kunden noch besser kennen.
  • Du bekommst extra Branding über das Webinar, denn dein eigenes Logo deutlich im Bild prägt sich visuell ein.
  • Nicht unwichtig: Sowohl das Unternehmen als auch der Kunde sparen Reisezeit und -kosten. Kein Ärger mit Staus und Teilnehmern, die zu spät kommen. Jeder kann sich das Webinar ansehen, wo immer er möchte: von zu Hause aus, im Büro, im Park und so weiter.

Alles schön und gut, aber wie kann ich ein Webinar erstellen?

Ein erfolgreiches Webinar beginnt bei der Vorarbeit, nämlich indem du dir eine gute Übersicht von den Möglichkeiten verschaffst. Beachte dabei: Es ist wahrscheinlich, dass du mehrere Live-Übertragungen machen wirst. Bei der Vorbereitung des Webinars solltest du dir deshalb hierüber Gedanken machen:

  • Welche Zielgruppe möchtest du erreichen und was ist dabei deine Botschaft? Wie lange sollte die Session im Idealfall sein?
  • Was ist der Mehrwert für den Kunden? Überlege dir, welche Probleme deine Kunden möglicherweise haben und wie ein Webinar dabei helfen kann.
  • Wenn du mehrere Webinare anbieten möchtest, solltest du dafür sorgen, dass du genügend interessante Themen in Petto hast. Mache am besten vorab eine Einschätzung über mögliche Themen, die du belichten willst.
  • Mache dir auch Gedanken darüber, wie du mit den Reaktionen deiner Kunden nach dem ersten Webinar umgehst.

Die minimale Hardware, die du benötigst, ist ein Laptop mit guter Grafikleistung und eine HD-Kamera. Darüber hinaus ist eine schnelle Internetverbindung eine wichtige Voraussetzung für Live-HD-Streaming, denn somit vermeidest du die lästigen Verzögerungen bei der Übertragung. Gute Nachricht: Das alles ist schon mit einem sehr begrenzten Budget realisierbar. Sobald du diese Stolpersteine aus dem Weg geräumt hast, kannst du in das nächste Level überwechseln.

Dein Webinar ankündigen und Teilnehmer einladen

Im nächsten Schritt ist es sinnvoll, deinen Kunden mitzuteilen, dass deine Firma Webinare anbietet. Gerade jetzt kannst du dich wirklich von der Konkurrenz abheben. Verwende also alle Kommunikationskanäle: E-Mail, soziale Medien, eine Nachricht für die Geschäftskorrespondenz usw.

Dein Webinar erstellen mit einem diesen vier Webinar-Tools

Es gibt viele Plattformen, um Webinare zu erstellen, und die meisten von ihnen verfügen standardmäßig über die folgenden Funktionen:

  • Versenden von Bestätigungs- und Erinnerungs-E-Mails an die Webinar-Teilnehmer.
  • Chat- und Umfrageoptionen während des Live-Webinars.
  • Bildschirmfreigabe zur Bildschirmdemonstration von Software oder PowerPoint-Präsentationen
  • Sammlung von Statistiken zu den gegebenen Webinaren.

Wir haben für dich eine Auswahl von vier hervorragenden Webinar-Tools zusammengestellt. Die Tools wurden auf Capterra als die Top 4 der besten Webinar-Tools (mit 5 Sternen und mehr als 85 verifizierten Kundenbewertungen) beurteilt. Alle Plattformen arbeiten von der Cloud aus und erfordern keine komplizierten Installationen.

Livestorm

Diese Plattform verfügt über eine kostenlose Version, die alle Funktionen der kostenpflichtigen Versionen bietet, jedoch nur für eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern. Somit kann die Plattform eine gute Wahl sein, wenn du erst einmal austesten willst, ob dir Webinaren geeignet erscheinen. Die Bedienung innerhalb der Plattform gelingt ganz einfach und du kannst dich auf eine sehr gute und reibungslose Unterstützung verlassen. Webinare werden mit geringerer Bildqualität aufgezeichnet, aber daran wird aktuell gearbeitet, so dass Kunden künftig mehr Qualität erwarten können. Die günstigste kostenpflichtige Version für Webinare kostet 99 € pro Monat und bietet:

  • maximal 100 Teilnehmer und 4 Stunden pro Webinar
  • Integration statistischer Daten aus den Webinaren in Plattformen wie Mailchimp und Hubspot
  • Während der Corona-Krise bietet diese Plattform einen kostenlosen virtuellen Besprechungsraum für unbegrenzte Meetings mit bis zu 8 Personen (normalerweise 35 € pro Monat). Auf diese Weise kannst du problemlos ein virtuelles Meeting abhalten.

Livewebinar

Livewebinar bietet eine sehr vollständige, kostenlose Version für Webinare mit bis zu fünf Teilnehmern und ist von daher eine gute Alternative für den unerfahrenen Webcaster. Das Besondere an dieser Plattform ist, dass sie modular aufgebaut werden kann. Mit Hilfe von 1000 verschiedenen Einstellungen kann das Programm komplett an deine Wünsche angepasst werden. Die kostenpflichtige Version beginnt bei 14,99 US-Dollar pro Monat und bietet:

  • maximal 100 oder mehr Teilnehmer pro Webinar
  • in Bildschirmprojektion von YouTube- oder Vimeo-Videos
  • Integration statistischer Daten aus den Webinaren in Plattformen wie Mailchimp und Hubspot
  • API zur Integration in vorhandene Systeme im Unternehmen verfügbar (z. B. CRM)

BigMarker

Diese Plattform bietet eine Testversion, die jedoch nur 7 Tage gültig ist. BigMarker wird für die vielen Funktionen und die sehr breite Integration der Webinar-Software mit vielen Marketingfunktionen gelobt. Für Marketingspezialisten somit oberste Sahne. Die Website von BigMarker ist auf Englisch und bei einem monatlichen Beitrag von 79 US-Dollar (bei monatlicher Abrechnung) kannst du gleich loslegen. Diese Version bietet:

  • maximal 100 Teilnehmer pro Webinar
  • eine Vielzahl von Funktionen wie Popup-Angebote, API-Zugriff und vieles mehr
  • Hervorragende Integration statistischer Daten aus den Webinaren in viele Plattformen, einschließlich Mailchimp und Hubspot.

Demio

Demio bietet dem Neuling eine 14-tägige kostenlose Testphase. Demio ist eine sehr benutzerfreundliche Plattform mit gutem Kundenservice. Der Preis ist im Vergleich zu anderen Anbietern angesichts der relativ begrenzten Anzahl der angebotenen Funktionen möglicherweise etwas hoch. Die Integration mit Zapier macht dies jedoch wieder wett. Du startest auf dieser Plattform ab 49 US-Dollar pro Monat und erhältst dafür:

  • die Möglichkeit für maximal 50 Teilnehmer pro Webinar,
  • eingeschränkte Funktionen, jedoch erweiterbar mit der Integration von Zapier

Analysiere die Ergebnisse

Du siehst, dass alle Pakete genügend Funktionen bieten, damit Anfänger ihre Erfahrungen mit Webinaren sammeln können. Analysiere nach deinen ersten Erfahrungen die Ergebnisse und Reaktionen deiner Kunden und überprüfe, ob das Webinar tatsächlich die gewünschten Ergebnisse erzielt hat. Wenn du dir das Erstellen von Webinaren weiterhin gut vorstellen kannst, hast du jederzeit die Möglichkeit, ein Upgrade von einem der oben genannten Tools durchzuführen.

 

Bist du auf dieser Software-Liste nicht fündig geworden? Dann wirf einen Blick auf Capterra’s gesamtes Webinar Software Verzeichnis, um dein nächstes Webinar zu erstellen.

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