Nur jede 3. Personalabteilung in Deutschland ist mit ihrer verwendeten Personalmanagement Software zufrieden

Veröffentlicht am 13.3.2020 von Ines Bahr

Du denkst darüber nach, dir eine Personalmanagement Software anzuschaffen? Oder bist du unzufrieden mit deiner jetzigen? Dann kann diese Studie eine wichtige Hilfe in deinem Entscheidungsprozess sein. Wir haben über 470 Personaler aus kleinen und mittelständischen Unternehmen zu ihrer Softwarenutzung befragt.

Personalmanagement Software Nutzung in Deutschland

Highlights der Studie:

  • 75 % der Personalabteilungen in deutschen KMU setzen Personalmanagement Software ein.
  • Davon nutzen 30 % Software aus der Cloud.
  • 69 % der Personalabteilungen sind nicht mit ihrer derzeit verwendeten Personalmanagement Software zufrieden.

Personalmanagement Softwarenutzung in Deutschland

Die gute Nachricht zuerst: 75 % der Personalabteilungen in deutschen KMU setzen HR-Software ein. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Nutzer gestiegen: Im März 2019 lag die Softwarenutzung bei 71 %.

Damit ist Deutschland Großbritannien in der Softwarenutzung einiges voraus, denn nur 43 % der britischen KMU nutzen Personalverwaltungs-Software.

Jetzt die schlechte Nachricht: 69 % der Personalabteilungen sind nicht mit ihrer derzeit verwendeten HR-Software zufrieden und an einer Alternative interessiert.

Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Ergebnisse der Nutzerstudie. Daraus leiten wir nützliche Tipps für die Auswahl neuer Personalmanagement Software ab, sodass diese deutlich besser die Anforderungen erfüllt.

Qualifizierte Mitarbeiter zu finden ist schwer 

Qualifizierte Mitarbeiter zu finden – das ist die mit Abstand größte Herausforderung in deutschen Personalabteilungen. Nahezu jedes Unternehmen hat Schwierigkeiten, fähige Talente zu rekrutieren. Es gibt jedoch Methoden, die dabei helfen können. Der Einsatz von Recruiting-Software, Social Recruiting und Cloud-Technologie gehört dazu. Wir werden uns im Folgenden mit diesen 3 Bereichen befassen.

Recruiting- und Talentmanagement-Software haben einen zu geringen Stellenwert

Softwarenutzung in Personalabteilungen

Lediglich 9 % der KMU nutzen HR-Software für ihr Recruiting. Für das Talentmanagement liegt der Wert sogar noch darunter. Talente zu finden und zu halten, ist für den Unternehmenserfolg jedoch von essenzieller Bedeutung. Der Einsatz von Software im Recruiting ist daher ein entscheidender Erfolgsfaktor. Bewerber müssen dort angesprochen werden, wo sie sich bewegen – und das ist digital.

Damit Mitarbeiter das Unternehmen nicht gleich wieder verlassen, müssen sie gefördert und motiviert werden. Das klassische einjährige Feedback-Gespräch allein kann das nicht leisten. Durch den Einsatz von Talentmanagement-Software kannst du deine Mitarbeiter und ihre Erfolge im Auge behalten und sie dazu motivieren, sich mehr zu engagieren.

Social Recruiting setzt sich durch

Der Begriff Social Recruiting oder auch Social Media Recruiting beschreibt alle Maßnahmen im Recruiting, die sich Social-Media-Kanälen bedienen. Es ist einer der wichtigsten Trends im Recruiting in den vergangenen Jahren. Der Trend schafft es insbesondere, die nicht aktiv suchenden Kandidaten zu aktivieren.

Social Recruiting lässt sich in zwei Bereiche aufteilen. Zum einen das direkte Social Recruiting oder auch Active Sourcing, welches die direkte Ansprache von potenziellen Kandidaten auf sozialen Netzwerken umfasst. Zum anderen gibt es das indirekte Social Recruiting, worunter alle Maßnahmen fallen, die über Werbeeinblendung auf Social Media Bewerber generieren.

Unsere Umfrageergebnisse bestätigen den Trend zum Social Recruiting: Berufliche soziale Netzwerke wie LinkedIn und Xing sind unserer Umfrage zufolge der zweitwichtigste Kanal für das Recruiting in Unternehmen.

Genutzte Recruiting Kanäle in Unternehmen

Nutzt dein Unternehmen Social Media noch nicht, um nach geeigneten Kandidaten zu suchen, sollte es schnellstens damit anfangen. Funktionen zum Active Sourcing sind in den Softwareprodukten einiger Hersteller implementiert.

Der Arbeitsplatz der Zukunft liegt in der Cloud

Die Erwartungen an den Arbeitsplatz nehmen mit neuen technologischen Entwicklungen deutlich zu. Mitarbeiter wünschen sich neue Arbeitszeitmodelle, Home-Office und mehr Mobilität.

Bewerber geben sich mit der bloßen Aussicht auf einen gutbezahlten Job nicht mehr zufrieden. Hier kommt die Wichtigkeit von HR-Trends wie Talentmanagement, Home-Office, Remote Teams, digitalen Strukturen und modernen Technologien ins Spiel.

67 % der KMU in Deutschland erlauben ihren Mitarbeitern Home-Office. Das sind 24 % mehr als im Vorjahr. Jedoch nutzen nur 30 % der deutschen KMU HR-Software aus der Cloud. Cloud-Software erleichtert die Zusammenarbeit unter Remote-Teams, fordert Mobilität und Flexibilität und verbessert die Kommunikation.

Warum nutzen dann nicht mehr Unternehmen in Deutschland die Cloud? Datenschutzbedenken werden von 40 % der Personaler als Hauptgrund genannt. Die Angst vor Cyberangriffen ist besonders bei dem Einsatz von Cloud-Technologie hoch.

Es führt jedoch zukünftig kaum noch ein Weg an der Cloud vorbei. Cloud-Software legt nicht nur die Basis für mobile Arbeitsmodelle, sondern auch für IT-Trends wie künstliche Intelligenz (KI). Im eigenen Serverraum ist der Aufbau von KI-Systemen für kleine Unternehmen nahezu unmöglich. Das größte Hindernis sind die extrem hohen erforderlichen Rechenleistungen. Durch den revolutionären Aufstieg von Cloud-Technologien wird KI jedoch für Unternehmen jeder Größe zugänglich.

Die Zukunft im Recruiting heißt künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz unterstützt Recruiter bei der schwierigen Suche nach Talenten. Recruiting ist einer der Bereiche im Personalmanagement, die das größte Potenzial für KI und Chatbots aufweisen.

Chatbots im Recruiting

Chatbots können Recruiter bei der Kommunikation im Active Sourcing unterstützen. Vor allem die erste Nachricht an die Kandidaten dient lediglich dazu, einen Kontakt herzustellen, und kann von Chatbots übernommen werden. Darüber hinaus kann der Chatbot weitere Kommunikation wie die Terminvergabe, Informationen zum Interview und einfache Fragen zum Recruiting-Prozess übernehmen.

Künstliche Intelligenz im Recruiting

KI-Systeme können auf Basis des Stellenprofils und Daten der Vergangenheit automatisch passende Stellenanzeigen verfassen. Stellenanzeigen werden anschließend vom System auf den optimalen Kanälen veröffentlicht. KI kann Bewerber den passenden Stellen zuordnen, indem es Lebensläufe und Stellenbeschreibungen abgleicht und und und … Die Möglichkeiten von KI im Recruiting sind riesig.

Starte das Jahr mit neuer Personalmanagement Software

Für die 69 % der unzufriedenen Softwarenutzer wird es Zeit, sich nach einer Alternative umzuschauen. Achte bei der Auswahl deiner neuen HR-Software darauf, dass sie Recruiting und Talentmanagement Funktionen anbietet. Schaue dir besonders Softwareanwendungen an, die dein Social Recruiting unterstützen können.

Wir empfehlen Unternehmen den Umstieg auf Cloud-Software. Es wird immer wichtiger, neue Arbeitszeitmodelle, Home-Office und mehr Mobilität in Unternehmen umzusetzen. Deine neue Cloud-Software kann dir dabei helfen.

Es ist vielleicht noch zu früh, über KI in deinem Unternehmen nachzudenken. Du kannst dich jedoch schon einmal mit der Technologie und ihren Möglichkeiten auseinandersetzen. Achte bei der Wahl eines neuen Softwareanbieters darauf, dass KI-Funktionen angeboten bzw. geplant sind. So musst du den Anbieter nicht schon wieder wechseln, falls du in Zukunft von den Vorteilen der künstlichen Intelligenz in deiner Personalabteilung profitieren willst.

Nutzerstudie Personalmanagement Software Nutzung in Deutschland

Dieser Artikel kann auf Produkte, Programme oder Dienstleistungen verweisen, die in deiner Region nicht verfügbar sind oder die durch die Gesetze oder Vorschriften des Landes eingeschränkt sein können. Wir empfehlen, sich direkt an den Softwareanbieter zu wenden, um Informationen über die Produktverfügbarkeit und Rechtskonformität zu erhalten.